Wie schön, wenn Hühner bei dir einziehen dürfen! Einen Hühnerstall zu bauen ist gar nicht so schwer. Wir helfen dir dabei und geben dir auch Tipps, wie du deinen Hühnerstall einrichten kannst. Viel Spaß mit unserem Artikel!
Hühnerstall bauen: Größe, Materialien und Co.
Einfach drauf los bauen ist keine gute Idee. Bevor du mit dem Hühnerstall bauen beginnst, brauchst du zuerst noch die passenden Materialien.
Hier im Überblick, was du brauchst:
- max. 3 Hühner pro Quadratmeter
- Standort: windgeschützt und trocken
- einfache Holzbretter
- Holzbalken für den Rahmen
- Blech
Man rechnet maximal 3 Hühner je Quadratmeter. Möchtest du 5 Hühner halten, empfehlen wir dir einen 2-3 m² großen Hühnerstall. Er darf natürlich auch gerne größer sein. Immerhin soll die Einrichtung ebenfalls Platz haben. Die Außenfläche sollte so groß wie möglich sein.
Hinsichtlich der Höhe musst du bedenken, dass du den Stall sicherlich einfach reinigen möchtest. Eine Höhe von etwa 2 Metern ist ganz gut geeignet. Die meisten Hühnerställe bestehen aus Holz. Hier kannst du einfache Holzbretter, zum Beispiel von der Kiefer oder der Eiche, verwenden. Auch OSB-Platten sind eine Option. Wichtig ist, dass das Holz unbehandelt ist. Ein einfaches Flachdach mit Blech erfüllt seinen Zweck voll und ganz. Blech hält länger als Dachpappe. Du kannst natürlich auch ein richtiges Dach aufsetzen.
Was du sonst noch beim Hühnerstallbau beachten musst
Beim verwendeten Holz solltest du darauf achten, dass es witterungsbeständig ist. Auch ein stabiles Fundament ist wichtig, damit sich keine Raubtiere durchgraben können. Zudem schützt es vor Nässe. Bedenke, dass der Stall auch im Winter warm sein sollte. Umso wichtiger ist es, dass der Stall windgeschützt platziert wird.
Neben dem Schutz vor Wind ist es außerdem von Vorteil, ein halbschattiges Plätzchen zu wählen. So bleibt es auch im Sommer erträglich im Stall. Ausreichend Sonnenlicht ist wichtig für deine Hühner. Berücksichtige noch, dass der Stall nachts verschließbar ist. Insbesondere die kleine Auslauföffnung. Wie du siehst, gibt es einiges zu beachten beim Hühnerstall bauen.
Den Hühnerstall einrichten: das benötigst du
Nach dem erfolgreichen Bau geht es an die Einrichtung. Es gibt sechs Punkte, die du berücksichtigen musst:
- ausreichend Legenester
- eine herausnehmbare Kotplatte
- Sitzstangen
- Tränke
- Futterstation
- Einstreu
Wir erklären dir anschließend im Detail, was es beim jeweiligen Punkt zu beachten gibt.
Legenester
Platziere ausreichend Legenester für deine Hühner im Stall. Du brauchst ein Legenest pro drei bis vier Hühner. Bei einem Stall mit fünf Hühnern empfehlen wir dir 2-3 Legenester.
Du kannst deine Legenester aus Holz bauen. Wichtig ist ein erhöhter Rand, damit die Einstreu im Legenest bleibt. Außerdem sollte es sich nicht unter den Sitzstangen befinden, da es sonst verkotet wird. Wusstest du, dass du auch Katzentoiletten zweckentfremden kannst? Der Rand ist hoch genug und zudem sind sie leicht zu reinigen. Du musst nur darauf achten, dass sie rutschfest sind.
Kotbrett
Das Kotbrett wird unter den Sitzstangen angebracht und sollte herausnehmbar sein. Wenn die Hühner im Auslauf sind, kannst du so bequem mit dem Kotschaber den Kot entfernen. Wichtig: Die Kotplatte sollte glatt und leicht zu reinigen sein. Das Entfernen des Kotes ist wichtig, denn ansonsten entsteht Ammoniak. Dieser Geruch ist schlecht für deine Hühner und ihre Gesundheit. Außerdem musst du so nicht täglich die Einstreu wechseln. Nachts fällt am meisten Kot an. Es empfiehlt sich also, das Kotbrett morgens zu reinigen.
Sitzstangen
Ebenfalls zur Hühnerstalleinrichtung gehören Sitzstangen, denn Hühner schlafen erhöht. Du musst etwa 20-30 cm Sitzstange je Huhn einrechnen. Bei fünf Hühnern bedeutet das eine Länge von 1-1,5 Metern. Mehr geht natürlich immer. Du kannst die Stange auch teilen und hintereinander platzieren. Wichtig ist nur, dass keinem Huhn Kot auf den Kopf fällt. Die Stangen selbst sollten 4-5 cm breit sein und abgerundete Kanten haben.

Tränke
Es gibt eine große Auswahl an Hühnertränken. Von Metalltränken über Siphontränken bis hin zu Doppelzylindertränken. Rechne mit etwa 200-300 mm Wasser je Huhn, im Sommer mehr. Das heißt, für einen Stall mit fünf Hühnern sollte die Tränke 3-5 l Volumen haben. Am einfachsten zu handhaben ist eine klassische Stülptränke. Platziere sie etwas erhöht oder hänge sie auf, damit es zu keinen Verschmutzungen kommt. Natürlich kannst du auch aus einem offenen Napf tränken. Allerdings ist hier die Verschmutzungsgefahr erhöht.
Futterstation
Du kannst deinen Hühnern das Futter über Schalen reichen oder aber über einen Futterautomat. Bei Schalen kann es zu Verschmutzungen und Verschwendung kommen. Besser geeignet ist also ein Futterautomat, der das Futter erst freigibt, wenn das Huhn zum Beispiel auf ein Trittbrett steigt. Es gibt auch Automaten, bei denen das Futter nachrutscht, sobald die Hühner den Rand gefressen haben. Diese sind besonders einfach in der Handhabung.
Einstreu
Bei der Einstreu findest du viel Auswahl. Am besten funktioniert Hanfstreu. Diese ist allerdings deutlich teurer als andere. Greife sonst einfach zu den klassischen Holzspänen (kein Zedernholz). Diese saugen gut Feuchtigkeit auf, bleiben locker und trocken. Für die Legenester kannst du Heu verwenden. Hühner lieben auch das Sandbaden. Schaffe hierfür eine Stelle in der Hütte oder im Außenbereich.
Außenbereich
Hühner lieben einen abwechslungsreichen Außenbereich. Entsprechend austoben kannst du dich beim Einrichten. Idealerweise ist der Außenbereich teilweise überdacht. Hühner hassen nämlich Regen und scharren gern im Trockenen. Schaffe ein Sandbad, in dem sich deine Hühner genüsslich wälzen können.
Was Hühner ebenfalls nicht mögen, ist eine glatte, freie Rasenfläche. Hier fühlen sie sich unsicher. Pflanze deshalb ein paar Sträucher oder stelle kleine Überdachungen wie Tische oder Stühle auf, unter denen sich die Hühner aufhalten können. Was Hühner ebenfalls lieben, ist den Überblick zu behalten. Hänge Äste auf, platziere dicke Baumstämme oder schaffe andere Möglichkeiten, dass die Hühner von oben herab schauen können.
Da Hühner gerne picken, kannst du ihnen zum Beispiel Salat in den Außenbereich geben. Du könntest ihn auch von einem schwingenden Korb aus verfüttern. Das ist eine kleine Herausforderung für die Tiere.
Der Zaun selbst sollte 1,5-2 m hoch sein. Ein Volierendraht ist besser geeignet als ein Maschendraht, da er Marder und Co. sicher draußen hält.
Fazit
Wie du siehst, gibt es beim Hühnerstall viel zu beachten. Der Bau und die Planung des Stalls erfordern etwas Aufwand, der sich aber auszahlt.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Funktionale Innenausstattung: Korrekt platzierte Sitzstangen mit darunterliegendem Kotbrett erleichtern die tägliche Reinigung enorm.
- Ungestörte Eiablage: Dunkle, gemütliche Legenester sorgen dafür, dass die Hühner ihre Eier entspannt und sauber ablegen.
- Hygiene bei Futter & Wasser: Sauber installierte Tränken und nagersichere Futterstationen verhindern Krankheiten und halten ungebetene Gäste fern.
- Sicherer Freilauf: Ein strukturell abwechslungsreicher Außenbereich mit Staubbad, Verstecken und gutem Schutz vor Raubtieren bietet den Hühnern artgerechte Beschäftigung.
Wenn du mehr über Hühner wissen möchtest, besuche gern den verlinkten Beitrag. Deine Hühner werden sich rundum wohl fühlen und dir viel Freude bereiten. Also: Los geht’s mit dem Bau deines Hühnerstalls!






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